Brustoperation

Mammaugmentationsplastik - Brustaugmentation - Brustvergrösserung

1895 wurde die erste Brustvergrösserung mittels Fettgewebstransplantation vom Rücken durchgeführt. Fett-und Hautgewebetransplantationen konnten keinen langfristigen Erfolg aufweisen. Die Formbeständigkeit der durch Fett aufgebauten Brust war nicht gegeben. So suchte man nach Materialien, die formbeständig blieben und in der Grösse bestimmbar sein sollten. Die von Gersony 1899 unternommene Paraffininjektion zur Vergrösserung der Brust hatte katastrophale Folgen. Fistelbildungen und massive Entzündungsreaktionen waren die Folge.

Bis weit in die fünfziger Jahre wurden unterschiedliche Materialen zur Brustvergrösserung mit wenig Erfolg benützt, wie Gemüseöl, Lanolin, Polyäthylen, Bienenwachs und reines Silikon.
Die Entwicklung eines Silikonschwammes nach dem 2. Weltkrieg machte es möglich, dass 1958 erstmalig dieser Silikonschwamm zur Brustvergrösserung implantiert wurde. Der Erfolg wurde durch eine sich bildende Bindegewebskapsel um das Implantat und die daraus resultierende Schrumpfung derselben geschmälert.

Die Silikongelprothese wurde entwickelt und durch Cronin und Gerow 1963 vorgestellt. Dieses Silikonelastomer ist sehr gewebeverträglich und weist nur geringe Entzündungsreaktionen auf. Nach wie vor war die Kapselbildung ein Problem. Heute werden die Silikongelprothesen mit einer rauen Oberfläche versehen, die die Kapselbildungsreaktion deutlich herabgesetzt hat.

Brust - Schönheitsklinik Privatklinik Hochrhein - Büsingen Brust - Schönheitsklinik Privatklinik Hochrhein - Büsingen
Implantat unter dem Brust-Brustmuskel Implantat auf dem Brust-Brustmuskel

 

Indikation:
Entwicklungsanomalien, Asymetrie der Brüste, unterentwickelte oder degenerative Brüste.

Diagnostik:
Generell sollte heute bei allen Frauen, die eine Brustaufbauplastik durchführen lassen, eine Mammographie durchgeführt werden, um einen Tumor auszuschliessen. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Chirurgen sollte dann die Grösse des Implantats festgelegt werden.

Risiken:
Generelle Operationsrisiken sind Narbenbildung, Nachblutung und Entzündung.
Dies sind eigentlich keine Operationsrisiken, sondern vielmehr das Langzeitergebnis.
Nachblutungen treten in 5% der Fälle auf, Infektionen in weniger als 2% der Fälle.
Empfindlichkeitsstörung der Brustwarze in ca. 30% der Fälle geringgradig.
Eine kurzfristige Stimulation der Laktation wird beobachtet.
Das endgültige Resultat zeigt sich nach 6 Wochen.
Spätkomplikationen sind die Operationsnarben, die sich anfänglich verdicken können, sich aber nach Monaten zurückbilden. Häufig sind Narbenverdickungen bei der Schnittführung in der Achsel zu beobachten, wegen der ständigen mechanischen Reizung.
Die Kapselbildung um das Brustimplantat treten für gewöhnlich bei allen Brustvergrösserungen mit Fremdmaterialen auf, also nicht nur bei Silikongel.

Die Kapselfibrose wird weltweit mit 3-15 % angegeben. Durch die neue Oberflächengestaltung des Implantats wurde die Bereitschaft zur Kapselfibrose nochmals deutlich herabgesetzt.

 

Mammareduktionsplastik-Bruststraffung mit Brustverkleinerung

Brust - Schönheitsklinik Privatklinik Hochrhein - BüsingenDie häufigste plastische Operation der weiblichen Brust. Die erste Operation dieser Art wurde von Johannes Friedrich Dieffenbach 1848 durchgeführt. Ziel dieser Operation ist die durch Volumenveränderung oder Ptose (hängen) enstandene Formveränderung der Brust funktionserhaltend zu korrigieren. Vor der Operation sollte eine Mammographie durchgeführt werden.
Die ideale Brustwarzenposition ergibt sich bei gebeugtem Arm aus der Länge des Oberarmes plus 10 % geteilt durch 2. Bei einer angenommenen Länge des Oberarmes von 30 cm liegt die Brustwarze bei 16,5 cm horizontal unterhalb der Schulter. Die seitliche Position errechnet sich aus der Brustkorbbreite, gemessen zwischen Sternummitte (Brustbein) und Axillarfalte, plus 10 % geteilt durch 2. Ausgehend von einer durchschnittlichen Brustkorbbreite von ca. 40 cm errechnet sich somit eine Distanz von 11 cm zur Sternummitte für die Brustwarze. Bei einer Oberarmlänge von 30 cm und einer Brustkorbbreite von 40 cm liegt die Brustwarze ideal 16,5 cm unterhalb des Akromions (Schulter) in einem Abstand von 11 cm zur Sternummitte. Sie können nun selbst die ideale Position Ihrer Brustwarze bestimmen und auch das Mass der Formveränderung Ihrer Brust abschätzen.

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt.
Operationsdauer ca. 3 - 4 Stunden.
Stationärer Aufenthalt in der Klinik 2 - 3 Tage.

Postoperativ ist zu beachten:

  • Verband für 1 Woche
  • Aktivität für 1 Woche unterlassen
  • Drainageentfernung nach 2-3 Tagen
  • Massage der Brust nach 1 Woche
  • Tragen eines speziellen B's
  • Sport nach 3 Wochen
  • Keine Sonnenbestrahlung für 3 Wochen